WordPress-Sommercheck: 10 Punkte für eine zuverlässige Website

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WordPress-Sommercheck: 10 Punkte für eine zuverlässige Website

Urlaub, Ferienzeit und eine dünnere Personaldecke sind kein guter Zeitpunkt für Website-Ausfälle. Mit diesem kompakten Sommercheck prüfen Unternehmen ihre WordPress-Seite, bevor wichtige Ansprechpartner nicht erreichbar sind.

Das Wichtigste in 60 Sekunden

Eine zuverlässige Website braucht mehr als automatische Updates. Entscheidend ist die Kombination aus aktuellem System, wiederherstellbarem Backup, geprüften Kontaktwegen und einer klaren Zuständigkeit. Wer diese Punkte vor dem Urlaub kontrolliert, reduziert vermeidbare Störungen deutlich.

1. Ein vollständiges Backup anlegen

Sichern Sie sowohl die Datenbank als auch Dateien, Uploads, Themes und Plugins. Ein Backup ist erst dann belastbar, wenn bekannt ist, wie es wiederhergestellt wird. Speichern Sie nicht jede Sicherung ausschließlich auf demselben Webserver. Das BSI empfiehlt für wichtige Daten die 3-2-1-Regel: drei aktuelle Versionen auf zwei unterschiedlichen Medien, davon eine Kopie an einem weiteren Ort.

2. WordPress, Themes und Plugins kontrolliert aktualisieren

Veraltete Komponenten können Sicherheits- und Kompatibilitätsprobleme verursachen. Erstellen Sie vor größeren Updates eine Sicherung, lesen Sie Hinweise des Herstellers und testen Sie anschließend die wichtigsten Funktionen. WordPress selbst empfiehlt, vor Aktualisierungen ein Backup anzulegen. Automatische Sicherheitsupdates helfen, ersetzen aber keine Funktionsprüfung.

3. Kontaktformulare wirklich absenden

Ein Formular kann optisch einwandfrei aussehen und trotzdem keine Nachricht zustellen. Senden Sie eine Testanfrage von einem externen Gerät und prüfen Sie Eingang, Absender, Antwortadresse und Spam-Ordner. Testen Sie außerdem Telefonnummern, E-Mail-Links, Terminbuchung und Messenger-Verknüpfungen.

4. Öffnungszeiten und Abwesenheiten aktualisieren

Passen Sie Öffnungszeiten, Urlaubsinformationen und Reaktionszeiten auf der Website an. Stimmen die Angaben auch mit Google-Unternehmensprofil und Social Media überein? Widersprüchliche Informationen führen schnell zu unnötigen Anrufen oder enttäuschten Kunden.

5. Benutzerkonten und Zugriffsrechte aufräumen

Entfernen Sie veraltete Konten ehemaliger Dienstleister oder Mitarbeitender. Administratorrechte sollten nur Personen besitzen, die sie tatsächlich benötigen. Aktivieren Sie, soweit verfügbar, Zwei-Faktor-Authentifizierung und nutzen Sie individuelle Konten statt gemeinsam verwendeter Zugangsdaten.

6. Sicherheitswarnungen und Website-Zustand prüfen

Kontrollieren Sie im WordPress-Dashboard den Website-Zustand sowie Meldungen von Sicherheits-, Backup- und Hosting-Systemen. Beheben Sie Warnungen nicht blind: Prüfen Sie zuerst, ob es sich um eine echte Schwachstelle, eine Konfigurationsfrage oder nur um eine Verkaufsmeldung eines Plugins handelt.

7. Ladezeit auf Mobilgeräten testen

Öffnen Sie Startseite, Leistungsseiten und Kontakt auf einem Smartphone – möglichst einmal über Mobilfunk. Große Bilder, unnötige Skripte, überladene Slider und zu viele Plugins sind häufige Bremsen. Wichtig ist nicht nur ein Laborwert: Die Seite muss sich für echte Besucher schnell und stabil anfühlen.

8. Fehlerseiten und wichtige Links prüfen

Testen Sie Navigation, Call-to-Action-Schaltflächen, Downloads, Datenschutz, Impressum und mindestens einige ältere Beiträge. Nach Umzügen oder Änderungen an Permalinks entstehen leicht 404-Fehler. Eine hilfreiche Fehlerseite sollte Besucher zurück zu relevanten Inhalten führen.

9. Vertretung und Notfallweg festlegen

Dokumentieren Sie, wer bei einem Ausfall informiert wird, wo Hosting- und Domainzugänge liegen und welcher Dienstleister reagieren darf. Zugangsdaten gehören in einen geeigneten Passwortmanager – nicht in frei zugängliche Dokumente oder unverschlüsselte E-Mails.

10. Nach dem Check einen Wartungstermin fest einplanen

Der Sommercheck ist eine Momentaufnahme. Legen Sie einen wiederkehrenden Termin für Updates, Backups, Formularprüfung, Nutzerkonten und Inhalte fest. Die notwendige Häufigkeit hängt davon ab, wie kritisch und wie häufig verändert die Website ist.

Vor dem Urlaub

  • Backup erstellen und Speicherort prüfen
  • Updates mit Funktionstest durchführen
  • Kontaktwege und Öffnungszeiten testen
  • Vertretung und Notfallkontakt benennen

Nach der Rückkehr

  • Warnungen und Protokolle sichten
  • Formularzustellung erneut kontrollieren
  • Urlaubshinweise entfernen
  • Nächsten Wartungstermin festlegen

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Häufige Fragen

Reichen automatische WordPress-Updates aus?

Sie schließen wichtige Lücken schneller, ersetzen aber weder ein Backup noch die Prüfung, ob Website, Formulare und Erweiterungen anschließend korrekt funktionieren.

Wie oft sollte eine Website gesichert werden?

Das richtet sich nach der Änderungsrate und dem maximal akzeptablen Datenverlust. Eine häufig aktualisierte Shop- oder Buchungsseite benötigt in der Regel engere Intervalle als eine selten veränderte Informationsseite.

Muss jedes Plugin installiert bleiben?

Nein. Nicht mehr benötigte Erweiterungen sollten nach Prüfung entfernt werden. Weniger Komponenten bedeuten meist weniger Wartungsaufwand und eine kleinere Angriffsfläche.

Quellen und weiterführende Hinweise

Quellen geprüft am 25. Juli 2026.

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