FRITZ! Labor 8.40: Werbung mit neuem DNS-Filter blockieren

Werbung, Tracking, Phishing-Seiten und bekannte Schadsoftware-Domains lassen sich künftig direkt an der FRITZ!Box filtern. Die neue Funktion befindet sich derzeit im FRITZ! Labor. Damit kann ein zentraler Schutz für viele Geräte im Heimnetz eingerichtet werden – vom PC und Smartphone bis zum Smart-TV oder einem vernetzten Haushaltsgerät.

Wichtiger Hinweis: Betaversion

FRITZ! Labor ist keine reguläre FRITZ!OS-Version. Die Software dient als Ausblick auf ein kommendes Update und kann Fehler oder noch nicht vollständig ausgereifte Funktionen enthalten. Wer auf eine besonders stabile Internet-, Telefonie- oder Arbeitsumgebung angewiesen ist, sollte sorgfältig abwägen oder auf das reguläre Update warten.

Was macht der neue DNS-Filter?

Beim Öffnen einer Internetseite wird normalerweise zuerst der zugehörige Domainname aufgelöst. Der DNS-Filter setzt an dieser Stelle an. Befindet sich eine angefragte Domain auf einer hinterlegten Sperrliste, blockiert die FRITZ!Box die Anfrage.

Nach Angaben von FRITZ! lassen sich dafür Listen mit unerwünschten Domains einlesen und verarbeiten. Öffentlich verfügbare Filterlisten können beispielsweise bekannte Adressen aus diesen Bereichen enthalten:

  • Werbung und Tracking
  • Phishing und betrügerische Seiten
  • Malware und Schadsoftware
  • Botnet-Infrastruktur
  • weitere unerwünschte Internetangebote

Der praktische Vorteil: Der Filter muss nicht auf jedem Gerät einzeln eingerichtet werden. Er kann zentral für Geräte wirken, die ihre Netzwerkeinstellungen und DNS-Auflösung über die FRITZ!Box beziehen. Ausnahmen lassen sich bei Bedarf konfigurieren.

Wo wird der Filter eingerichtet?

FRITZ! nennt für die Einrichtung in der Benutzeroberfläche fritz.box folgenden Weg:

Heimnetz → Netzwerk → Netzwerkeinstellungen → Erweiterte Netzwerkeinstellungen ändern → DNS-Filter

Dort können Filterlisten hinzugefügt sowie manuell oder regelmäßig aktualisiert werden. Die genaue Darstellung kann sich während der Laborphase noch ändern. Außerdem steht die Funktion derzeit nur für ausgewählte FRITZ!Box-Modelle zur Verfügung. Vor der Installation sollte deshalb immer die aktuelle Labordokumentation für das eigene Modell geprüft werden.

Was der DNS-Filter leisten kann – und was nicht

Ein DNS-Filter ist eine sinnvolle zusätzliche Schutzschicht. Er kann bekannte problematische Domains blockieren, bevor eine Verbindung zustande kommt. Besonders interessant ist das für Geräte, auf denen sich keine Browser-Erweiterung oder Sicherheitssoftware installieren lässt.

Er ersetzt aber keine vollständige Sicherheitsstrategie. Neue oder noch nicht in einer Liste enthaltene Domains können weiterhin erreichbar sein. Auch falsch gepflegte Sperrlisten können erwünschte Dienste blockieren. Zudem greift der Schutz nur zuverlässig, wenn das jeweilige Gerät die von der FRITZ!Box bereitgestellte DNS-Auflösung nutzt. Eigene DNS-Einstellungen, verschlüsselte DNS-Dienste, VPN-Verbindungen oder bestimmte Apps können eine zentrale Filterung je nach Konfiguration umgehen.

Deshalb bleiben regelmäßige Updates, sichere Passwörter, Mehrfaktor-Authentifizierung, aufmerksames Verhalten und Backups weiterhin wichtig.

Vor der Installation sichern und prüfen

Die aktuell angebotenen Laborpakete tragen Versionsnummern aus dem 8.40-Zweig; FRITZ! beschreibt sie als Vorschau auf das kommende FRITZ!OS 8.50. Der Hersteller weist ausdrücklich auf den Betastatus hin.

  1. Einstellungen der FRITZ!Box sichern.
  2. Labordokumentation und bekannte Probleme für das eigene Modell lesen.
  3. Prüfen, ob Internetzugang, Telefonie oder VPN geschäftskritisch sind.
  4. Nur passende Dateien für das genaue Gerätemodell verwenden.
  5. Nach dem Update Internet, Telefonie, WLAN, Mesh und wichtige Geräte testen.

Ein Wechsel zurück zum offiziellen FRITZ!OS ist laut Hersteller über System → Update → FRITZ!OS-Version möglich. Dabei sollte die vorher angelegte Sicherung griffbereit sein.

Für wen lohnt sich der Test?

Technikinteressierte Privatanwender können den neuen DNS-Filter früh ausprobieren und FRITZ! Rückmeldung geben. In Unternehmen, Praxen, Kanzleien oder anderen produktiven Umgebungen ist mehr Vorsicht angebracht: Dort sollte eine Laborversion nur eingesetzt werden, wenn ein möglicher Ausfall organisatorisch aufgefangen werden kann.

Wer lediglich vom späteren DNS-Filter profitieren möchte, aber kein Risiko mit Betasoftware eingehen will, wartet besser auf die reguläre FRITZ!OS-Version für das eigene Modell.

Fazit

Der neue DNS-Filter ist eine interessante Erweiterung, weil er unerwünschte Domains zentral im Heimnetz blockieren kann. Das verbessert den Grundschutz vieler Geräte und reduziert den Aufwand gegenüber einer Einzelkonfiguration. Gleichzeitig gilt: Eine Filterliste ist kein vollständiger Schutz, und die aktuelle Laborsoftware bleibt eine Betaversion.

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Quellen und weitere Informationen

Beitragsbild: KI-generierte Illustration, redaktionell gestaltet und mit dem originalen CMS-Buttler-Logo ergänzt.

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