Windows 11 September-Update: Diese Funktionen sind jetzt neu
Microsoft verteilt mit dem September-Update 2026 für Windows 11 nicht nur wichtige Sicherheitskorrekturen. Das Paket KB5124008 übernimmt auch zahlreiche Neuerungen, die zuvor mit dem optionalen Vorschau-Update KB5120998 getestet wurden. Betroffen sind Windows 11 24H2 und 25H2. Die neuen Betriebssystem-Builds lauten 26100.9445 beziehungsweise 26200.9445.
Die auffälligsten Änderungen betreffen die Windows-Suche, den Datei-Explorer, virtuelle Desktops und die Darstellung von Fortschrittsanzeigen. Daneben verbessert Microsoft mehrere Abläufe im Hintergrund. Allerdings gilt: Viele Funktionen werden schrittweise freigeschaltet. Zwei Rechner mit derselben Windows-Version können deshalb vorübergehend einen unterschiedlichen Funktionsumfang zeigen.
Das Wichtigste in Kürze
- KB5124008 ist das reguläre Sicherheitsupdate vom 8. September 2026.
- Es enthält die Neuerungen des Vorschau-Updates KB5120998.
- Suche und Datei-Explorer sollen schneller, übersichtlicher und zuverlässiger arbeiten.
- Virtuelle Desktops wechseln flüssiger, Fortschrittsanzeigen wirken einheitlicher.
- Die Verteilung einzelner Funktionen erfolgt gestaffelt und kann einige Zeit dauern.
Windows-Suche wird übersichtlicher
Die Suche soll Ergebnisse verständlicher darstellen. Windows kennzeichnet deutlicher, ob ein Treffer aus einer App, einer Einstellung, einer Datei, dem Web oder dem Microsoft Store stammt. Die Startseite der Suche wurde vereinfacht, damit zuletzt verwendete Suchanfragen schneller erreichbar sind.
Neu ist außerdem eine Einstellung, mit der sich Web- und Store-Vorschläge neben lokalen Ergebnissen steuern lassen. Häufig verwendete Ordner kann Windows automatisch zusätzlich indexieren. Dadurch sollen dort gespeicherte Dateien bei späteren Suchvorgängen schneller auftauchen. Die dazugehörigen Optionen finden Sie unter Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Windows durchsuchen.
Datei-Explorer startet schneller
Microsoft hat die Startseite des Datei-Explorers beschleunigt und reaktionsfreudiger gemacht. Der Bereich „Empfohlen“ unterstützt nun auch das Scrollen per Touch. Das ist vor allem auf Tablets und Geräten mit Touchscreen praktisch.
Zusätzlich fließen kleinere Qualitätsverbesserungen ein. Solche Änderungen klingen unspektakulär, machen sich im Arbeitsalltag aber häufig stärker bemerkbar als eine einzelne große Funktion.
Modernere Anzeigen und flüssigere virtuelle Desktops
Beim Starten, Anmelden, Neustarten, Herunterfahren und Installieren von Updates zeigt Windows überarbeitete Fortschrittsanzeigen. Die Darstellung soll dadurch einheitlicher und moderner wirken.
Wer mehrere virtuelle Desktops verwendet, soll schneller und flüssiger zwischen ihnen wechseln können. Außerdem verbessert das Update die Zuverlässigkeit der Anzeigeeinstellungen und merkt sich die vorherige Helligkeit zuverlässiger, nachdem der Energiesparmodus beendet wurde.
Mehr Schutz für Administratorrechte
Mit dem sogenannten Administratorschutz führt Microsoft eine zusätzliche Härtung für Konten mit Administratorrechten ein. Administrative Aufgaben erhalten ihre erhöhten Rechte nur bei Bedarf und nach ausdrücklicher Bestätigung. Damit soll es Schadsoftware schwerer haben, unbemerkt dauerhaft mit weitreichenden Rechten zu arbeiten.
Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und richtet sich derzeit vor allem an verwaltete Unternehmensgeräte. Sie ersetzt keine Datensicherung und keine grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen, kann das Prinzip der geringsten Rechte aber sinnvoll unterstützen.
Weitere Änderungen im Alltag
- Windows-Freigabe: Nutzer mit Geschäfts-, Schul- oder Unikonto können passende Apps direkt im Freigabefenster entdecken.
- Task-Manager: Die Anzeige des App-Verlaufs arbeitet zuverlässiger.
- Windows-Setup: Die Auswahl einer zweiten Tastatur lässt sich einfacher überspringen.
- Neustart nach Updates: Ein zuvor manuell in den Ruhezustand versetzter PC kehrt nach dem Update wieder dorthin zurück.
- App-Updates: Unterstützte Anwendungen können ihre Aktualisierungen besser mit Windows Update koordinieren.
- WMIC: Das alte Kommandozeilenwerkzeug ist in Windows 11 24H2 und 25H2 nicht mehr enthalten. WMI selbst bleibt bestehen; für neue Skripte empfiehlt sich PowerShell.
Wird das Update automatisch installiert?
Ja. KB5124008 wird über Windows Update automatisch verteilt. Sie können unter Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen prüfen, ob das Paket bereits angeboten oder installiert wurde.
Nach der Installation sollte unter „Updateverlauf“ KB5124008 erscheinen. Einzelne neue Funktionen können trotzdem noch fehlen, weil Microsoft sie kontrolliert und schrittweise freischaltet. Ein fehlendes Detail bedeutet daher nicht automatisch, dass die Installation gescheitert ist.
Wichtiger Hinweis für Windows 11 24H2
Windows 11 24H2 Home und Pro erreichen laut Microsoft am 13. Oktober 2026 das Supportende. Wer diese Version noch nutzt, sollte rechtzeitig auf eine unterstützte Version wechseln. Enterprise- und Education-Ausgaben von 24H2 werden länger unterstützt.
Sollte man das Update sofort installieren?
Da KB5124008 Sicherheitskorrekturen enthält, sollte es auf üblichen Privat- und Büro-PCs zeitnah installiert werden. Microsoft führt für dieses Update aktuell keine bekannten Probleme auf. In Unternehmen ist dennoch ein kurzer Test auf einigen repräsentativen Geräten sinnvoll, insbesondere wenn spezielle Fachsoftware, ältere Druckertreiber, VPN-Lösungen oder eigene Skripte eingesetzt werden.
Vor größeren Änderungen bleibt eine aktuelle Datensicherung empfehlenswert. Unternehmen sollten außerdem prüfen, ob Skripte noch auf WMIC angewiesen sind und diese gegebenenfalls auf PowerShell umstellen.
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Offizielle Quellen
- Microsoft Support: KB5120998 mit den neuen Funktionen
- Microsoft Support: Sicherheitsupdate KB5124008
- Microsoft Learn: Administratorschutz
Stand: 10. September 2026. Dieser Beitrag wird bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.